Im Konsum-Labyrinth: Kundenerfahrung zwischen Frust und Verzweiflung. 

Willkommen zu einem weiteren spannenden Einblick in die Welt des Lean Consumption! Heute nehmen wir uns das erste Prinzip vor: „Löse das Problem des Kunden vollständig, indem man sicherstellt, dass alle Waren und Dienstleistungen funktionieren und zusammenarbeiten.“

Stell dir vor, du möchtest dein Zuhause mit einer intelligenten Heimautomatisierung ausstatten. Du kaufst ein System, das verspricht, dein Leben zu vereinfachen und deinen Wohnkomfort zu steigern. Doch was du stattdessen bekommst, ist ein Drama, das deine Nerven strapaziert.

Schritt 1: Suche – Du verbringst Stunden damit, nach dem richtigen Heimautomatisierungssystem zu suchen. Es gibt zahlreiche Anbieter mit verschiedenen Produkten und Funktionen. Die Auswahl wird zu einer wahren Odyssee.

Schritt 2: Installation – Endlich hast du dich für ein System entschieden und beginnst mit der Installation. Doch hier beginnen die Probleme. Die Anweisungen sind unklar und verwirrend. Die verschiedenen Komponenten passen nicht gut zusammen und du musst ggf. zusätzliche Adapter und Kabel kaufen. Stunden werden zu Tagen und die Frustration wächst.

Schritt 3: Integration – Nachdem die Komponenten installiert sind, musst du sie miteinander verbinden. Aber oh Schreck, das System ist nicht kompatibel mit deinen vorhandenen Geräten. Du musst zusätzliche Geräte kaufen oder auf Funktionen verzichten. Die vielversprechende nahtlose Integration wird zu einem Albtraum.

Schritt 4: Wartung – Du hast es endlich geschafft, dein Heimautomatisierungssystem zum Laufen zu bringen, aber die Wartung ist ein ständiger Begleiter. Die Software benötigt ständige Updates und Patches, um sicher und effizient zu funktionieren. Du verbringst mehr Zeit damit, Fehler zu beheben und technische Probleme zu lösen, als die tatsächlichen Vorteile des Systems zu genießen.

Schritt 5: Entsorgung – Nach einigen Jahren möchtest du dein veraltetes Heimautomatisierungssystem aufrüsten oder ersetzen. Doch du stellst fest, dass es keine klare Richtlinie für die Entsorgung der alten Komponenten gibt. Du bleibst mit Elektroschrott und ungenutzter Technologie zurück, die du umweltgerecht entsorgen musst.

Wenn Du Dir ggf. überlegt hast bald ein Smarthome-Gerät zuzulegen um Deine Thermostate besser zu steuern und Energie zu sparen, wirst Du bestimmt jetzt nochmal genauer drüber nachdenken ob Du Dir das wirklich antuen willst. Oder doch besser den Energielieferant wechseln? Auch nicht so einfach!

Kundenprobleme als Hauptantrieb:

Kunden suchen nach Waren und Dienstleistungen, die ihnen helfen, ihre Probleme zu bewältigen und ihr Leben zu verbessern. Ob es um smarte Haushaltsgeräte, andere Technologie oder Produkte geht, die Hauptmotivation der Kunden ist es, ihre Probleme zu lösen und eine positive Veränderung herbeizuführen.

Der komplizierte Konsumprozess

Der Konsumprozess ist oft komplizierter als wir es uns wünschen. Von der Suche nach dem richtigen Produkt über die Installation, Integration, Wartung bis hin zur Entsorgung gibt es viele Schritte, die Kunden bewältigen müssen. Jeder Schritt birgt Potenzial für Frustration und Aufwand, und Kunden möchten, dass dieser Prozess so reibungslos wie möglich abläuft.

Effizienz versus ganzheitliche Lösungen

Anbieter haben oft den Fokus auf die Effizienz ihrer eigenen Ressourcen. Sie konzentrieren sich darauf, ihre eigenen Prozesse zu optimieren, um Kosten zu senken und Zeit zu sparen. Dies kann jedoch dazu führen, dass der Blick auf den gesamten Konsumprozess verloren geht. Kunden müssen sich dann mit verschiedenen Anbietern auseinandersetzen, was Zeit und Mühe kostet.

Zusammenarbeit für eine bessere Kundenerfahrung:

Es ist an der Zeit, dass Anbieter erkennen, dass sie zusammenarbeiten müssen, um den gesamten Konsumprozess zu optimieren. Statt sich nur auf ihre eigenen Teillösungen zu konzentrieren, sollten sie anstreben, nahtlose Integrationen zwischen Produkten und Dienstleistungen zu schaffen. Kunden sollten sich nicht mit Fragmenten verschiedener Anbieter herumschlagen müssen, sondern eine umfassende Lösung erhalten, die ihr Problem vollständig löst.

Fazit: Das erste Prinzip von Lean Consumption erinnert uns daran, dass die Kundenzufriedenheit im Mittelpunkt stehen sollte. Indem Anbieter sich auf eine ganzheitliche Lösung konzentrieren und eng zusammenarbeiten, können sie sicherstellen, dass ihre Waren und Dienstleistungen nicht nur funktionieren, sondern auch nahtlos ineinandergreifen. Der Schlüssel liegt darin, den gesamten Konsumprozess zu betrachten und sicherzustellen, dass Kunden ihre Probleme vollständig und stressfrei lösen können.

Licht am Ende des Tunnels

Es gibt mittlerweile immer mehr Lösungen auf dem Markt, die es richtig machen. Die meisten sind junge, aufstrebende Unternehmen aus den USA. Der Anbieter IFTTT hat zum Beispiel die Absprache zwischen den unterschiedlichen Anbietern sehr erfolgreich zum Geschäftsmodell gemacht. IFTTT ist eine App bzw. Plattform, die es Nutzern ermöglicht, verschiedene Onlinedienste miteinander zu verknüpfen und automatisierte Abläufe zwischen ihnen einzurichten. Das Prinzip ist: „Wenn dies, dann das“ (If This Then That).

Einige Beispiele für die Funktionsweise:

• Wenn ein neues Foto auf meinen Dropbox Ordner hochgeladen wird, soll es automatisch auf meinen Facebook Account posten.

• Wenn ich einen neuen Feed-Eintrag auf Twitter poste, soll automatisch eine Benachrichtigung an meine Facebook Freunde gehen.

• Wenn die Wettervorhersage Regen für morgen ankündigt, soll meine intelligente Steckdose automatisch meine Kaffeemaschine einschalten.

• Wenn ich einen neuen Song auf Spotify höre, soll er automatisch meiner Deezer Playlist hinzugefügt werden. 

IFTTT arbeitet mit hunderten anderen Online-Diensten und Apps zusammen – von Social Media, Smart Home, Produktivität, Gesundheit/Fitness und vielen mehr. Nutzer können all diese Anbieter miteinander kombinieren und automatisierte Workflows definieren, die sonst nicht möglich wären.

Damit ist IFTTT ein hervorragendes Beispiel für eine Plattform, die es zum Ziel hat, die Schnittstellen zwischen verschiedenen Diensten aufzulösen, reibungslose Übergänge zu schaffen und dem Nutzer den maximalen Komfort durch Automation und nahtlose Integration zu bieten. IFTTT fokussiert sich voll auf die Optimierung des Gesamtprozesses der Nutzung verschiedener Onlinedienste.

Demnächst geht es dann um das 2. Prinzip: Vergeude nicht die Zeit des Kunden.

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